Subaru Subaru EJ257 Technische Daten
Subaru
Subaru Subaru EJ257 ist ein 2.5L (2457 cc)-Benzin-Motor mit 300 PS, 407 Nm, 8.2:1 Verdichtung. Kraftstoffverbrauch: 13-10L/100km. Typische Lebensdauer: 150,000+ km.
Beschreibung
Der Subaru EJ257 ist ein 2,5-Liter-Turbo-Boxermotor (Vierzylinder, gegenüberliegende Zylinder) für Benzin, der von 2004 bis 2014 gebaut wurde. Er war das Topmodell im Impreza WRX STI sowie im Forester STI und im Legacy GT und zählt zu den meistgetunten und am meisten verehrten Motoren in der Geschichte von Subaru. Aufbauend auf der breiteren EJ-Plattform erhielt der EJ257 einen verstärkten Motorblock mit geschlossenem Deck ("closed deck"), der gezielt für höhere Ladedrücke ausgelegt wurde - er war als Leistungs-Flaggschiff innerhalb der gesamten EJ-Familie konzipiert.
Mit 305 PS und 393 Nm Drehmoment aus einem einzelnen Turbolader und einem vergleichsweise niedrigen Verdichtungsverhältnis von 8,2:1, das den Ladedruck sicher ermöglicht, verleiht die liegende Boxer-Bauweise dem WRX STI einen auffällig niedrigen Schwerpunkt - ein direkter Beitrag zu seiner legendären Fahrwerksbalance. Der unverwechselbare Auspuffklang, eine Folge des ungleich langen Abgaskrümmers des Boxermotors, ist selbst für Laien sofort erkennbar. In Kombination mit Subarus symmetrischem Allradsystem wurde der EJ257 in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren untrennbar mit rallyeinspirierter Straßenperformance verbunden und zählt dank starker Aftermarket-Unterstützung und eines gut dokumentierten Tuning-Wegs bis heute zu den meistmodifizierten Turbomotoren seiner Ära.
Wer einen EJ257 besitzt, sollte mehrere gut dokumentierte Schwachstellen kennen. Der Motor reagiert empfindlich auf Kraftstoffqualität und benötigt durchgehend Superkraftstoff, um Klopfen zu vermeiden und den hochverdichteten, ladedruckstarken Verbrennungsprozess zu schützen. Zylinderkopfdichtungsprobleme, ein generelles Thema der gesamten EJ-Familie, betreffen auch den EJ257 - bei jedem Gebrauchtfahrzeug sollten der Zustand des Kühlsystems und eventuelle frühere Arbeiten an der Zylinderkopfdichtung sorgfältig geprüft werden. Der geschlossene Motorblock verbessert zwar die Haltbarkeit der Kolbenringstege, beseitigt das Risiko einer Zylinderkopfdichtung aber nicht vollständig. Ringstegausbrüche sind ein bekanntes Risiko bei modifizierten Motoren, insbesondere wenn aggressiv getunt wurde, ohne die passende unterstützende Hardware nachzurüsten - die Tuning- und Modifikationshistorie eines Fahrzeugs sollte deshalb vor dem Kauf genau geprüft werden. Der Zahnriemen ist bei diesem Interferenzmotor sicherheitskritisch und muss ausnahmslos fristgerecht gewechselt werden. Der Ölverbrauch kann erhöht sein, besonders bei modifizierten Exemplaren mit höherem Ladedruck, und Turboloch ist nach heutigen Maßstäben spürbar, bedingt durch die Einzelturbo-Konstruktion ohne variable Geometrie. Die liegende Bauweise macht größere Reparaturen, einschließlich des Wechsels der Zylinderkopfdichtung, zudem deutlich arbeitsintensiver - und damit teurer - als bei einem vergleichbaren Reihenmotor, oft 20 bis 30 Werkstattstunden zusätzlich zu den Teilekosten.