Subaru EJ20/EJ25 Technische Daten
Subaru
Subaru EJ20/EJ25 ist ein 2.0-2.5L-Benzin-Motor mit 150-310 PS, 196-407 Nm, 10.0:1 Verdichtung. Kraftstoffverbrauch: 8-12 L/100km. Typische Lebensdauer: 250,000+ km.
Beschreibung
Die Subaru EJ20/EJ25-Familie umfasst liegende Boxer-Vierzylinder-Benzinmotoren, die von 1989 bis 2019 gebaut wurden, mit Hubräumen von 2,0 bis 2,5 Litern sowohl als Saugmotor als auch turbogeladen. Sie bildete drei Jahrzehnte lang das Rückgrat von Subarus Allradmodellen, darunter Impreza WRX/STI, Legacy, Outback und Forester. Nur wenige Motorenfamilien sind so eng mit der Identität ihres Herstellers verknüpft - die liegende Vierzylinder-Bauweise der EJ-Familie und ihre rallyeerprobten Turbovarianten definierten für Enthusiasten weltweit, was "Subaru" bedeutet.
Die liegende Bauweise, bei der sich Kolbenpaare gegenläufig nach außen und innen statt in einer Linie auf und ab bewegen, verleiht der EJ-Familie einen für die jeweiligen Fahrzeuge ungewöhnlich niedrigen Schwerpunkt - ein echter Fahrwerksvorteil, für den Subarus Allradmodelle bekannt sind - zusammen mit von Natur aus gutem Massenausgleich erster und zweiter Ordnung und einem unverwechselbaren Boxer-Vierzylinder-Klang, der selbst Laien sofort auffällt. Innerhalb der Familie reicht die Leistung von rund 150 PS bei Saugmotor-Varianten in Legacy und Forester bis zu 310 PS bei den stärksten turbogeladenen WRX-STI-Varianten, mit Verdichtungsverhältnissen von nur 8,2:1 bei Hochladedruck-Turboversionen bis zu 10,0:1 bei Saugmotoren. Besonders die turbogeladenen Versionen der EJ-Familie erarbeiteten sich einen enormen Ruf im Rallyesport und trugen direkt zu Subarus mehrfachen Siegen in der Rallye-Weltmeisterschaft bei.
Das bedeutendste und bekannteste Problem der EJ-Familie ist ein Ausfall der Zylinderkopfdichtung, besonders bei den saugmotorbetriebenen 2,5-Liter-Versionen - ein Problem, das so ernst zu nehmen ist, dass praktisch jeder Käufer eines EJ-Motor-Subarus davon wissen und vor dem Kauf den Zustand des Kühlsystems sowie die Historie eventueller Arbeiten an der Zylinderkopfdichtung sorgfältig prüfen sollte. Der Zahnriemen ist bei dieser Interferenzmotor-Konstruktion absolut sicherheitskritisch und muss ausnahmslos alle 100.000 km gewechselt werden - ein Riemenriss verursacht sofortige und teure Ventilschäden. Bei turbogeladenen Varianten, insbesondere dem leistungsstarken EJ257, sind Ringstegausbrüche ein bekanntes Risiko, wenn der Motor aggressiv getunt wurde, ohne die passende Hardware nachzurüsten - die Tuning-Historie und begleitenden Modifikationen eines modifizierten Fahrzeugs sollten deshalb genau geprüft werden. Die liegende Bauweise ist zwar hervorragend fürs Fahrverhalten, macht aber viele Routinereparaturen zeitaufwendiger und damit teurer in der Arbeitszeit als bei einem vergleichbaren Reihenmotor, da die Zylinderköpfe tief und seitlich statt oben auf dem Motorblock sitzen. Auch Ölverbrauch ist bei höheren Laufleistungen eine recht häufige Klage und sollte durch regelmäßige Standkontrollen im Blick behalten werden.