Honda H22A Technische Daten
Honda
Honda H22A ist ein 2.2L (2157 cc)-Benzin-Motor mit 200 PS, 221 Nm, 10.6:1 Verdichtung. Kraftstoffverbrauch: 10.2-7.1L/100km. Typische Lebensdauer: 300,000+ km.
Beschreibung
Der Honda H22A ist ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Saugmotor für Benzin, der von 1991 bis 2002 als Flaggschiff von Hondas H-Serie gebaut wurde und vor allem als Antrieb der leistungsstärkeren Prelude-Si/SiR/Type-S-Modelle sowie des Honda/Acura Accord Euro R (CL1) bekannt ist. Über den kleineren B- und F-Serien-Motoren derselben Ära positioniert, kombinierte der H22A einen größeren Hubraum mit Hondas DOHC-VTEC-System, um starkes Drehmoment im mittleren Bereich mit einem wirklich hochdrehenden oberen Bereich zu verbinden - was ihn zu einem der rundesten und beliebtesten Saugmotoren von Honda in den 1990er-Jahren machte.
Mit einem Verdichtungsverhältnis von 10,6:1 und 16-Ventil-DOHC-VTEC-Architektur leistet der H22A rund 200 PS und 221 Nm Drehmoment - Werte, die heute nicht außergewöhnlich klingen, die aber in Kombination mit der Drehfreude des Motors bis über den VTEC-Einsatzpunkt bei 7.600 U/min hinaus einen der ansprechendsten Vierzylinder seiner Zeit ergaben. Anders als einige der kleineren, einseitig auf Hochdrehzahl ausgelegten Motoren von Honda behält der H22A nutzbares Drehmoment im unteren Bereich, was ihn im Alltag spürbar umgänglicher macht, während er bei ambitionierter Fahrweise dennoch echte Begeisterung im oberen Drehzahlbereich bietet.
Der Langzeitbesitz eines H22A verlangt Aufmerksamkeit für einige gut bekannte Punkte. Wie bei anderen Honda-VTEC-Motoren dieser Ära können die Ölsiebe des VTEC-Magnetventils mit dem Alter oder bei minderwertiger Ölqualität verstopfen, was das korrekte VTEC-Einsetzen stört; regelmäßige Ölwechsel mit hochwertigem Öl sind die wirksamste Vorbeugemaßnahme. Der Zahnriemen ist bei diesem Interferenzmotor sicherheitskritisch und muss planmäßig zusammen mit der Wasserpumpe gewechselt werden, um bei einem Riemenriss katastrophale Ventilschäden zu vermeiden. Der Ölverbrauch kann bei hoher Laufleistung steigen, oft im Zusammenhang mit Verschleiß des PCV-Systems oder der Ventilführungen nach Jahren im Hochdrehzahlbetrieb. Da diese Motoren altern - die meisten sind inzwischen weit über zwei Jahrzehnte alt -, sollten Käufer zudem die üblichen Alterserscheinungen eines betagten Fahrzeugs einkalkulieren: verschleißende Verkabelung, Vakuumschläuche und Gummikomponenten, die leicht übersehen werden, sich aber summieren. Da der H22A durch seine Verbindung zum Prelude und Accord Type R/Euro R heute echtes Enthusiasten- und Sammlerinteresse genießt, werden gute, unveränderte Exemplare zunehmend seltener und teurer, weshalb ein gründlicher Kompressionstest und eine Sichtprüfung vor dem Kauf dringend empfohlen werden.